Kinder können so grausam sein

Kürzlich stand ich mit I. und C. nach dem Sport vor dem Verein rum und wir sind auf das Thema Schulsport gekommen. Wie sehr wir alle drei es gehasst haben. Aus tiefster Seele und ganzem Herzen. Und dann sagt I. ” Ich hatte ja auch schon sehr früh sehr grosse Brüste und das war dann erst recht kein Spass.“
Was sie da nicht alles für Sprüche gehört hätte. Der prägnanteste wäre aber gewesen:

“Die Tür geht auf, zwei Titten kommen rein, dass kann nur I….. sein.”

Ich musste vor Schock so laut auflachen, dass es mir schon unangenehm war und ich I. dann erst mal für all die Wunden, die das damals gerissen haben muss, in den Arm genommen habe.

Seit dem beschäftigt mich das und ich würde an dieser Stelle doch gerne mal aufwühlen, was ihr euch als Kinder so anhören musstet.

Ich hatte nie so etwas ganz schlimmes. Das übliche Namensgehänsel: “Bratpfanne, Brathähnchen und die avancierte Form “Breuler”. Das hat genervt, aber keine tiefen Wunden gelassen. Viel schlimmer war es, als ich mit Anfang 20 nach Hamburg kam und eine Freundin meines besten Freundes wieder mit der Scheiße anfing und vor allem immer in Gackern ausgebrochen ist, sobald ich in die Nähe kam. Das war nämlich durchaus persönlich gemeint.

Und ihr so?

Über die Unfähigkeit mir eine Meinung zu bilden

Ich bin ja seit zwei Jahren oder so bei goodreads. Um meiner Unfähigkeit mich an Bücher und deren Inhalt zu erinnern nachdrücklich entgegen zu wirken. Deswegen versuche ich auch immer zumindest eine kleine, persönliche Rezension abzugeben. Worauf ich dabei immer verzichte ist eine INHALTSANGABE. Seriously, what’s with that? Wenn ich bei goodreads auf ein Buch gehe, bekomme ich als erstes eine, tadaa, Inhaltsangabe. Oft auch mehr als den Klappentext. Warum fühlen sich dann circa die Hälfte aller Rezensierenden berufen noch mal eine Inhaltsangabe zu verfassen?! Die Bewertungen lese ich dann immer erst gar nicht. Aber das nur am Rande.

Wie im ersten update zu meinem Mensch-Maschine Vergleich schon beschrieben, gibt es zusätzlich ein Sterne-Bewertungssystem:

1 Stern – did not like it
2 Sterne – it was ok
3 Sterne – liked it
4 Sterne – really liked it
5 Sterne – it was amazing

Und bei ganz vielen der in letzter Zeit konsumierten Bücher sitze ich minutenlang vor den Sternen und weiß nicht, wie viele ich klicken soll. Oft warte ich dann einige Tage und diskutiere mit mir selbst. Manchmal muss ich die Rezensionen anderer lesen, bis ich etwas finde, dass ausdrückt, was ich empfunden habe aber nicht greifen konnte.

Wie zum Beispiel jüngst bei Philip Roth’s “American Pastoral”. Am Anfang fand ich die Geschichte noch unheimlich gut erzählt und durchaus spannend. Irgendwann hatte ich dann das ungute Gefühlt, dass mir hier das Geschwafel eines alternden, weißen Mannes mit sehr unschönen Fantasien untergeschoben wird. Genervt hat mich dann der Perspektivenwechsel. Und bei der dritten detaillierten Beschreibung wie Handschuhe hergestellt werden fragte ich mich, ob da jemand pro Buchstabe bezahlt wurde oder doch eher so selbstverliebt in sein Geseier ist. Aber dann hatte ich auch immer wieder Zweifel. Ob das nicht doch eine spannende Zeitstudie ist. Eine spannende Gesellschaftsstudie. Und das mag es ja auch alles sein. Aber ich musste erst eine Rezension finden, die all das, was mich spätestens ab der Mitte des Buches genervt hat knapp in Worte gefasst hat, um mich zu Entscheiden, dass ich das Buch nicht mochte.

Und dann frage ich mich: warum? Weil ich so verdammt schlau bin, dass ich immerhin weiß, dass ich nie genug wissen kann, um ein Buch in seiner Gänze beurteilen zu können? Weil ich in den meisten Fällen so viel Respekt davor habe, dass sich jemand überhaupt hinsetzt und ein ganzes verf***tes Buch schreibt, dass ich schon den Akt lobenswert und somit nicht als komplett verurteilungswürdig erachte? Ausnahmen hierzu würden die Regel bestätigen, wenn es denn eine wäre. Das sind dann Bücher, die ich auf Grund ihrer Künstlichkeit oder Erzählfaulheit oder wegen einer für mich von vorne bis hinten nicht akzeptablen Geschichte einfach schlimm finde.
Oder weil ich mich für viel zu dumm halte, um eine Meinung haben zu dürfen?
Und wann ist ein Buch gut oder schlecht? Es gibt zahlreiche Bücher, die eine schöne Geschichte erzählen, aber sprachlich schlecht sind. Es gibt Bücher, die sprachlich toll sind, aber inhaltlich enttäuschen. Es gibt Bücher, die simpler, billiger Trash sind, aber gut unterhalten. (Da gebe ich in der Regel übrigens einfach keine Sterne.)

Und dabei ist die Frage doch ganz einfach, wenn man sich die Definition der Sterne anschaut. Did I like it or didn’t I like it and how much?
Aber selbst das weiß ich manchmal nicht oder nicht sofort. Vielleicht nehme ich auch im Moment alles viel zu ernst. Vielleicht ist es im Moment für Bücher ganz ganz schwierig mich zu überzeugen, wenn ich mich nicht sofort in sie verliebe. Und selbst dann kann es sein, dass sie mich enttäuschen, wenn die Geschichte Wendungen nimmt, die mir nicht gefallen.

Vielleicht posaune ich deswegen meine Meinung, wenn ich dann mal eine gefunden habe, so laut in die Welt. Um nachzuhorchen, ob das noch alles stimmt so.

Blogparade: 2013 in Serienkrams

Wenn meine Lieblingsbesprecher in Sachen Serien eine Blogparade starten mache ich natürlich mit:

Was war für dich die Serien-Überraschung des Jahres?

Das ist ziemlich einfach, weil ich dieses Jahr auf gar keine der neuen Serien Lust hatte, die Previews haben mich allesamt nicht überzeugt. Nur “The Fosters” fand ich wegen ihrer Grundprämisse – lesbisches Paar mit Adoptivkindern – spannend. Und bin nicht enttäuscht worden.
Weswegen ich mir auch von Caro und Andi gewünscht habe, dass sie The Foster gucken und besprechen. Und tadaaa: einmal im Podcast und einmal als Review. Mein Herz. Jetzt bin ich nur noch gespannt, was Andi sagt, ich gehe von einem Kommentar nach den Feiertagen aus.

Die eigentliche Überraschung war dann “House of Cards“. Meine Fresse.

Welche alte Serie hat dich 2013 besonders überzeugt?

Puh. Keine? Vielleicht sollte ich doch mal “The Good Wife” weiterschauen, wenn Andi und Caro sich da so einig sind. Haven habe ich mit viel Vergnügen nach längerer Pause weitergeschaut und fand den Reset zur aktuellen Staffel sehr spannend. Auch meinen Hänger bei “Person Of Interest” (der ganze Root Nervkram in der ersten Staffel) habe ich überwunden. Vor allem nachdem ich über Caro mitbekommen hatte, dass Sarah Shahi eine Hauptrolle bekommt. Wohooo.

Welche neue oder alte Serie war für dich der Flop des Jahres?

“Dads”. Ich hatte mich so auf eine Serie mit Seth Green gefreut und dann das. Oh und natürlich SMASH. Das hat wirklich weg getan, wie sie diese wunderschöne Serie in der zweiten Staffel so systematisch gegen die Wand gefahren haben.

Worüber hat dein innerer Serienjunkie 2013 richtig laut gelacht?

Ihr stellt Fragen! Ich habe dieses Jahr erst angefangen doch mal “Buffy” zu sehen. Und über wen ich bestimmt nicht gelacht habe ist die furchtbare unsägliche und unerträgliche Sarah Michelle Gellar. Warum zum Teufel Joss Whedon die nicht ganz schnell rausgeschrieben und durch eine der anderen, spannenderen Jägerinnen ersetzt hat ist mir unbegreiflich. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich da ein paar mal laut aufgelacht habe. Ebenso wie bei “Misfits“, das ich erst kürzlich in mein Serienmenu aufgenommen habe.

Was hat dich besonders schockiert?

Donald Glover (Troy) steigt aus Community aus. Um seine Musikkarriere zu verfolgen. Say what?!

…und was besonders überrascht?

Dass ich Vampire Diaries gucke. Und immer besser finde.

…und welche Storyline besonders bescheuert?

Graceland, die Backroundstory von Paul Briggs, bzw, welche Handlungen daraus resultieren. Ich dachte, ich als Zuschauerin soll immer noch mit ihm mitfühlen und seine Handlungen in the great scheme verstehen, bzw akzeptieren können, aber das ist den Schreibern auf ihrer Jagt nach mehr Drama, Drama, Drama eindeutig eindeutig aus dem Ruder gelaufen. Deswegen habe ich die Serie vorerst auch abgesetzt. Da muss mich irgendwer jetzt schon sehr überzeugen wieder einzusteigen oder ich gar nichts anderes mehr zum gucken haben.

Welcher Darsteller und welche Darstellerin hat 2013 besonders gerockt?

Darf ich cheesy sein und Hayden Byerly, der in the Fosterst Callie’s kleinen Bruder Jude spielt, sagen? Einfach weil ich so verliebt in seine Rolle bin?

Wer hat 2013 vorherige Rollen vergessen gemacht?

Ich sag jetzt Peter Krause, weil mir nichts besseres einfällt. Ich hab zwar immer noch Six Feet Under im Hinterkopf wenn ich ihn sehe, aber er ist mittlerweile Adam Braverman in “Parenthood“. Dirty Sexy Money habe ich schon völlig verdrängt.

Unwichtigster Charakter einer Serie?

Ich würde ja schon so lange gerne Amy in The Big Bang Theory loswerden. Mit einer der Gründe, warum ich TBBT hoffentlich endlich mal absetze.

Bei welcher Serie sollte man unbedingt genauer auf den Soundtrack achten?

Misfits haut permanent ganz schön rein. Und wer diese Staffel auf einmal richtig losgelegt hat ist “Person Of Interest”. Nicht zu vergessen Elementary, die “Bloodline” von Barbarossa drinnen hatten. Ein wenig verkackt haben sie dann aber musikalisch bei mir, als sie in der ersten Londonszene Oasis statt Blur geneommen haben. Ph!

Welche Serie hat die beste Kamera- und Szenenarbeit?

Elementary.

Welche Serie konntest du auch 2013 nicht absetzen, obwohl sich alle deiner Körperteile gegen sie wehren?

Da werde ich konsequenter. Beziehungsweise schaue ich Sachen einfach nicht weiter und merke irgendwann, dass ich auch überhaupt kein Bedürfnis mehr habe. Aber bei “Hart of Dixie” hat es eindeutig zu lange gedauert. Ich habe es ohnehin nur nur nur wegen Rachel Bilson geschaut, aber auch Rachel Bilson kann so eine schwache Serie nur bedingt lange rechtfertigen. Naja, und wie oben schon erwähnt “The Big Bang Theory”. Oh halt! “New Girl”. Wollte ich von Anfang an nicht sehen, habe mich dann dem allgemeinen Druck gebeugt und weiß noch immer nicht genau warum. Auch Zooey Deschanel rechtfertigt … siehe oben.

Stell dir vor, du bist Showrunner einer aktuell laufenden Serie und bekommst die Order, die Serie in eine völlig andere Richtung weiterzuführen. Welche Serie passt du wie an?

Oaaahhh! Big Bang Theory! Penny wird endlich entdeckt und verdient dicke, fette Kohle und Sheldon wird gefeuert und muss sich mal umsehen was passiert, wenn ihm auf Grund seines Genies nicht alles verziehen wird. Amy verlässt ihn endlich und er findet raus, dass er ohnehin in Lennart verliebt ist. Dafür hören diese so gar nicht mehr lustigen Raj und Howard Andeutungen auf.

Was wünschst du dir vom Serienjahr 2014?

Das “The Fosters” genauso toll weitergeht. Und Hallo, wie jedes Jahr: Firefly!

Don’t ask a vegetarian

Vegetarier_/Veganer_innen kennen das: du bist mit jemanden unterwegs oder bei jemandem zu Besuch, der noch Fleisch konsumiert, ihr wollt gemeinsam etwas essen und dann kommt die Frage:

„Macht es dir was aus, wenn ich Fleisch esse?“.

Ich gucke dann verlegen, oder druckse rum. Weil die Gesellschaft es wunderbar geschafft hat mich permanent in eine Defensivrolle zu versetzen. Wer kann sie schon leiden, diese Besserwisser, schlechte Gewissenmacher. Ganz schnell sehe ich mich dem Vorwurf ausgesetzt missionieren zu wollen.

„Woher weißt du, ob jemand Vegetarier ist?“ „Weil er es dir in den ersten 5 Minuten erzählt.“

Hahaha.

Und warum erzählt diese_r gemeine Vegetarier_in das in den ersten 5 Minuten? Weil wir gefragt werden. Immer. Ständig. Weil die Antwort „Nein danke, ich möchte kein Fleisch.“ nicht im Raum stehen gelassen wird. (Das gleiche gilt für Alkohol. Aber das ist ein anderes Thema.)

Hier also ein für alle mal die ehrliche Antwort, die ich nie ins Gesicht sagen will, um Gefühle nicht zu verletzen; weil ich nicht umständlich sein will:

Ja, es macht mir etwas aus.

Ich verzichte aus Überzeugung auf Fleisch und auf Tierprodukte, weil ich es für falsch halte anderen Lebewesen Leid zuzufügen oder sie zu töten.
Und dementsprechend werden meine Gefühle verletzt, mit diesem Stück totem Tier auf der Anderen Teller. Es tut mir wirklich bei jedem Stück Fleisch, das ich sehe, in der Seele weh, weil ich sofort das arme Tier vor Augen habe, das da ermordet worden ist. Mir wird mitunter auch übel.

Und ich wundere mich, dass andere das nicht antizipieren können. Ist das nicht sonnenklar und logisch?

K, der ich den Text zum gegenlesen gegeben habe sagt, sie fände die Frage sogar noch höflich. Sie hätte sie noch nie gestellt bekommen. In ihrer Gegenwart würde sich dann eher noch provokant über Vegetarier_innen lustig gemacht.

Ich glaube aber, die Frage geht unterbewusst noch tiefer. Ich glaube, dass 2013 so ziemlich jedem klar ist, was Massentierhaltung bedeutet, und dass man ohne Fleisch ganz wunderbar und gesund leben kann, wenn man will. Viele wollen nicht. Das ist eine Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss. Und es liegt nicht an mir zu urteilen, wo die Bequemlichkeitsgrenzen anderer liegen. Ich besitze auch ein iPhone, obwohl ich weiß, unter welchen Bedingungen es produziert wird.

Ich glaube, dass hinter der leidigen „macht es dir etwas aus, wenn ich in deiner Gegenwart Fleisch esse“ Frage der Wunsch nach Absolution steckt. Das schlechte Gewissen beruhigen. Meist sicherlich unbewusst. Aber was entschuldigt mehr, als wenn Vegetarier / Veganer am Tisch sagen: es ist ok, wenn du dein Fleisch isst.

Ich möchte diese Absolution nicht mehr erteilen, ich möchte ehrlicher werden, ich möchte nicht rumdrucksen oder mir das Gefühl vermitteln lassen, dass ich alles umständlich mache. Und ich will mich nicht für diesen Blogbeitrag entschuldigen.

online – offline und wo ist hier bitte die Grenze?

Ich starte einen online offline Test. So total unwissenschaftlich. Und den ersten Anlauf habe ich auch direkt versaut.

Ich dachte, ich sehe mal, welche Bücher mir dieses Internet basierend auf einer bestimmten Auswahl an Büchern vorschlägt. Von denen wähle ich dann welche aus, die mir tatsächlich interessant erscheinen. Und lese sie.

Und dann gehe ich in einen Buchladen, zeige genau die gleiche Liste und lasse mir von echten Menschen Vorschläge machen. Auch davon wähle ich die aus, die mich ansprechen. Und lese sie.

Und dann wollen wir doch mal sehen, wer mir die besseren Bücher vorschlägt.

Dummerweise habe ich der Buchhändlerin, mit der ich gestartet habe, auch gleich die ausgedruckt Liste mit den Internetvorschlägen gezeigt. Und damit war alles versaut. Das muss ich also noch mal von vorne machen. Ohne zeigen der Vorschläge. Die Vorschläge kommen übrigens von Goodreads. Und ganz ehrlich nervt micht die Seite ja ein bisschen. Ich wollte mir die Vorschläge noch mal neu machen lassen, mit einer erweiterten Auswahl. Man kann bei Goodreads virtuelle Bücherregale anlegen und sich dann anhand einzelner Regale Bücher empfehlen lassen. In der Theorie. In der Praxis habe ich das Regal, das die Basis für den Test liefern soll, jetzt bestimmt zehn mal angeklickt und es taucht bei den Empfehlungen einfach nicht auf.

Dann habe ich ein neues Regal angelegt und die selben Bücher angegeben. Und jetzt bekomme ich nur Vorschläge zum ersten Buch in der Liste. Sehr ärgerlich.

Ich habe auch lange hin und her überlegt, wo denn die Grenzen sind. Was ist denn online und offline? Wenn mir Menschen, die mich nur aus dem Netz kennen Buchvorschläge machen, ist das dann online oder offline. Also klar ist es online. Aber ja doch ein Mensch.

Also werde ich den Unterschied bei Algorithmus und Mensch ziehen. Sollte Goodreads jetzt doch irgendwann mal mit einer voll ausgewerteten Liste auftauchen, sind hier schon mal die Bücher. Ihr dürft nämlich auch vorschlagen. Aber nur anhand dieser Bücher. Das setzt dann voraus, dass ihr mindestens eines davon selbst gelesen habt und denk: wenn ihr das gefallen hat, gefällt ihr auch das.

Ich habe das ganz ordentlich alphabetisch sortiert. Innerhalb dieses erlesenen Kreises, will ich keine Rangliste mehr bestimmen:

Douglas Adams “The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy”

Jay Asher “Thirteen Reasons Why”

Paul Auster “The Brookly Follies”

Stephen Chbosky “The Perks of Being a Wallflower”

Joshua Ferris “The Unnamed”

Jonathan Safran Foer “Extremely Loud and Incredibly Close”

John Green “Looking For Alaska”

John Green “The Fault In Our Stars”

Joey Goebel “The Anomalies”

Tino Hanekamp “So was von da”

Wolfgang Herrndorf “Tschick”

A.M. Homes “This Book Will Save Your Life”

Nick Hornby “A Long Way Down”

Siri Hustvedt ” What I Loved”

Siri Hustvedt “The Sorrows of an American”

Tania Kindersley “Don’t Ask Me Why”

Nicle Krauss “Man Walks Into A Room”

John Ajvide Lindqvist “Let the Right One In”

Armistead Maupin “Tales of the City”

Harry Mulisch “The Discovery Of Heaven”

Nagel “Was kostet die Welt”

Audrey Niffenegger “The Time Traveler’s Wife”

Connie Palmen “I. M. Ischa Meijer. In Margine. In Memoriam”

Dana Reinhardt “A Brief Chapter in My Impossible Life”

Matt Ruff “Fool On The Hill”

Matt Ruff “Set This House On Fire”

Andreas Steinhöfel “Die Mitte der Welt”

Scarlett Thomas “The End Of Mr. Y”

Scarlett Thomas “Our Tragic Universe”

Scarlett Thomas “Going Out”

Jonathan Tropper “How To Talk To a Widower”

Kathrin Weßling “Drüberleben”

Ich werde übrigens auch die aus dem Internet vorgeschlagenen Bücher offline kaufen. So im Laden. Mit echtem Geld. Support your local book dealer!

die Unlust am demonstrieren

hat auch bei mir schon lagen eingesetzt. Zu anstrengend, zu viele Menschen, zu laut. Und vor allem: irgendwer ist ja immer da, mit dem man nicht zusammen unter einer Fahne laufen will. Irgendwelche Forderungen oder Parolen, mit denen ich mich nicht identifizieren kann.

Und überhaupt: bringt ja eh nix.

Wenn also selbst ich meinen Hintern hochbekomme und bei fieser Hitze einen Riesenmarsch durch die Innenstadt bei der “Stop Wathching Us” Demo durchstehe: wo waren dann die anderen?

Am Meer, in Lübeck, beim Eisessen?!

Weil wir uns alle nicht mehr aufregen wollen, und schon längst geschlagen gegeben haben?

Auch ich stehe extrem auf der zukunftspessimistischen Seite. Menschen, die der Meinung sind, was sie auf Facebook schreiben sei in irgendeiner Art und Weise privat oder geschützt, schaue ich mit großen, ungläubigen Augen an.

Trotzdem bin ich gestern los gegangen. Weil:

- ich alle unterstützen will, die die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben und für unser Grundrecht auf Privatsphäre kämpfen (so lange sie nicht von der FDP sind und mir einen von keiner “VERDACHTSLOSEN Vorratsdatenspeicherung” erzählen, ich will überhaupt gar keine Vorratsdatenspeicherung, lieber Herr Müller-Sönksen).

- ich noch einen Funken Hoffnung habe, dass die Mädels und Jungs vom CCC und allen ähnlichen Organisationen auf der Welt einen Weg finden, die Überwacher zu überwachen

- ich Whistleblower unterstützen will, weil wir darauf angewiesen sind, dass es noch ein paar Menschen mit Gewissen auf der Welt gibt (oder aus welchen Gründen auch immer sie auspacken)

- die Kinder meiner Freunde nicht in einem komplett totalitären System aufwachsen sollen

Und weil das verdammt gute Gründe sind, war ich schwer frustriert, wie wenig Leute mit mir auf der Straße waren, auch wenn die bundesweite Zahl von 10.000 als großer Erfolg gefeiert wurde. 10.000 von 81,8 Millionen? Ist denen wirklich allen egal, dass ihre Kommunikation überwacht wird?

Besonders freue ich mich immer über die “Ich hab ja nichts zu verbergen”- Leute. Entschuldigung, aber woher willst du wissen, was in 5 Jahren schon als verdächtig gilt (what the heck? HEUTE!)? Vielleicht wirft dich deine Krankenkasse raus, nachdem du mitten in der Nacht ein Glas Nutella bei Amazon bestellt hast, weil sich ungesund verhaltende Versicherte zu teuer werden könnten?

WO ZUM TEUFEL WART IHR?!

Neue Chance: Die Freiheit statt Angst Demo am 7.9. in Berlin!

Die Pudding-Frage

Fragt ihr euch bei Pudding auch immer, was diese Zubereitungsanweisung:

“Den Pudding in eine mit kaltem Wasser ausgespülte Schale geben und kalt stellen.”

soll?!

Ich meine, Hallo, wenn ich mich schon an den Herd stelle und selber Pudding koche, dann will ich den doch schön weich und warm essen!!!

Pudding

 

Schön auch der Tipp: Pudding mit 400 ml Milch zubereiten. Nach dem Abkühlen 1 Becher geschlagene Sahne unterrühren und in Dessertschälchen spritzen. ALS OB DAS NICHT SCHON FETT GENUG MACHEN WÜRDE. Und überhaupt spritzen. SPRITZEN?! Das hört sich nach einem Falk Schreiber Fetisch an.

Pudding und vegan? Easy. Wozu gibt es Reis-, Soja- und Hafermilch. Ich bevorzuge für Sachen wir Pudding, Griesbrei und Kuchen Reismilch: schmeckt am neutralsten. Profitipp (also ein wirklich nützlicher): bei Reismilch immer etwas weniger Süßungsmittel, die ist von sich aus schon recht süß.

Und die wichtigste Frage zum Schluss: müsst ihr bei Pudding auch immer an Katze mit Hut denken? SummSumm.

 

Gute Frage:

 

Muss ich jetzt auch noch anfangen zu bloggen? Gibt es nicht schon genug Hinze und Kunze und Gabis die im weiten Netzt ihre Meinungen und Geschichten zum besten geben? Eigentlich ja schon.

Aber uneigentlich haben die Kathrin Kaufmann und Carolin Neumann nun mal beschlossen die Iron Blogger Hamburg ins Leben zu rufen. Das schreit nach einem Selbstexperiment. Also nach mir.

Wie ein Test vor nicht allzu langer Zeit bestätigte höre ich noch aussergewöhnlich gut. Und deswegen gibt’s jetzt dieses blog. Punkt. Bpunkt. Katrin Bpunkt.

Grüße!