Neue Fotos aus dem Leaf

Die aktuelle Karte des Leaf hört sich nicht nur mal wider fantastisch an, die Gerichte sehen wie immer auch fantastisch aus!

Tomaten-Türmchen „Mozzarella-Style“ in Balsamico-Crema mit Postelein

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Ocean-Tatar in Petersilien-Mayonnaise auf Toastkarree mit Blutorangen-Oliven-Harissa

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Seitan in Gewürzbrot-Panier auf Linsen-Bier-Jus mit zweierlei gefülltem Bratapfel „Himmel und Erde“

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Auberginenbällchen in rotem Khmer-Curry mit Reistortillas und Wirsing-Cannelloni

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Über die Unfähigkeit mir eine Meinung zu bilden

Ich bin ja seit zwei Jahren oder so bei goodreads. Um meiner Unfähigkeit mich an Bücher und deren Inhalt zu erinnern nachdrücklich entgegen zu wirken. Deswegen versuche ich auch immer zumindest eine kleine, persönliche Rezension abzugeben. Worauf ich dabei immer verzichte ist eine INHALTSANGABE. Seriously, what’s with that? Wenn ich bei goodreads auf ein Buch gehe, bekomme ich als erstes eine, tadaa, Inhaltsangabe. Oft auch mehr als den Klappentext. Warum fühlen sich dann circa die Hälfte aller Rezensierenden berufen noch mal eine Inhaltsangabe zu verfassen?! Die Bewertungen lese ich dann immer erst gar nicht. Aber das nur am Rande.

Wie im ersten update zu meinem Mensch-Maschine Vergleich schon beschrieben, gibt es zusätzlich ein Sterne-Bewertungssystem:

1 Stern – did not like it
2 Sterne – it was ok
3 Sterne – liked it
4 Sterne – really liked it
5 Sterne – it was amazing

Und bei ganz vielen der in letzter Zeit konsumierten Bücher sitze ich minutenlang vor den Sternen und weiß nicht, wie viele ich klicken soll. Oft warte ich dann einige Tage und diskutiere mit mir selbst. Manchmal muss ich die Rezensionen anderer lesen, bis ich etwas finde, dass ausdrückt, was ich empfunden habe aber nicht greifen konnte.

Wie zum Beispiel jüngst bei Philip Roth’s “American Pastoral”. Am Anfang fand ich die Geschichte noch unheimlich gut erzählt und durchaus spannend. Irgendwann hatte ich dann das ungute Gefühlt, dass mir hier das Geschwafel eines alternden, weißen Mannes mit sehr unschönen Fantasien untergeschoben wird. Genervt hat mich dann der Perspektivenwechsel. Und bei der dritten detaillierten Beschreibung wie Handschuhe hergestellt werden fragte ich mich, ob da jemand pro Buchstabe bezahlt wurde oder doch eher so selbstverliebt in sein Geseier ist. Aber dann hatte ich auch immer wieder Zweifel. Ob das nicht doch eine spannende Zeitstudie ist. Eine spannende Gesellschaftsstudie. Und das mag es ja auch alles sein. Aber ich musste erst eine Rezension finden, die all das, was mich spätestens ab der Mitte des Buches genervt hat knapp in Worte gefasst hat, um mich zu Entscheiden, dass ich das Buch nicht mochte.

Und dann frage ich mich: warum? Weil ich so verdammt schlau bin, dass ich immerhin weiß, dass ich nie genug wissen kann, um ein Buch in seiner Gänze beurteilen zu können? Weil ich in den meisten Fällen so viel Respekt davor habe, dass sich jemand überhaupt hinsetzt und ein ganzes verf***tes Buch schreibt, dass ich schon den Akt lobenswert und somit nicht als komplett verurteilungswürdig erachte? Ausnahmen hierzu würden die Regel bestätigen, wenn es denn eine wäre. Das sind dann Bücher, die ich auf Grund ihrer Künstlichkeit oder Erzählfaulheit oder wegen einer für mich von vorne bis hinten nicht akzeptablen Geschichte einfach schlimm finde.
Oder weil ich mich für viel zu dumm halte, um eine Meinung haben zu dürfen?
Und wann ist ein Buch gut oder schlecht? Es gibt zahlreiche Bücher, die eine schöne Geschichte erzählen, aber sprachlich schlecht sind. Es gibt Bücher, die sprachlich toll sind, aber inhaltlich enttäuschen. Es gibt Bücher, die simpler, billiger Trash sind, aber gut unterhalten. (Da gebe ich in der Regel übrigens einfach keine Sterne.)

Und dabei ist die Frage doch ganz einfach, wenn man sich die Definition der Sterne anschaut. Did I like it or didn’t I like it and how much?
Aber selbst das weiß ich manchmal nicht oder nicht sofort. Vielleicht nehme ich auch im Moment alles viel zu ernst. Vielleicht ist es im Moment für Bücher ganz ganz schwierig mich zu überzeugen, wenn ich mich nicht sofort in sie verliebe. Und selbst dann kann es sein, dass sie mich enttäuschen, wenn die Geschichte Wendungen nimmt, die mir nicht gefallen.

Vielleicht posaune ich deswegen meine Meinung, wenn ich dann mal eine gefunden habe, so laut in die Welt. Um nachzuhorchen, ob das noch alles stimmt so.

Gehet, streuet, verbreitet und liebt!

Ich habe diese Woche endlich mal wieder angefangen mein Material für in bed with zu sortieren und sessions für den upload fertig zu machen. Wenn ich richtig gezählt habe, habe ich noch 18 sessions hier liegen. Bei den meisten gibt es auch ein Interview und bei einigen ein zweites Lied.
Ich habe schon ernsthaft überlegt meine Taktung von einer session die Woche hochzusetzen. Aber ich will ja auch nicht überfluten. Andererseits: von meinen heute 1.747 “Fans” auf facebook sehen derzeit im Schnitt 300 – 400 Menschen überhaupt was ich poste.

An dieser Stelle: kann nicht irgend jemand endlich ein soziales soziales Netzwerk basteln, dass auch wieder eine vernünftige Künstler / Seiten -Verwaltung OHNE verfickten Algorithmus und ohne Bezahlsystem hat?

Aber weil die meisten ja gar nicht mehr mitbekommen, was dort alles passiert heute mal eine kleine Zusammenfassung, was ich in letzter Zeit so schönes gemacht oder hochgeladen habe.

Ihr dürft natürlich trotzdem gerne mal wieder auf der Seite vorbei schauen und das eine oder andere “gefällt mir” dalassen. Ich wollte eigentlich zu Ende des Jahres 2013 schon längst die 2000 “Fan” Grenze überschritten haben. Wer sich berufen fühlt dazu beizutragen sei herzlich eingeladen.

Meine allerfrischeste session hatte ich letzten Sonntag mit dem wundervollen Kevin Devine. Da musste ich auch spontan meinen Veröffentlichungs-Zeitplan über den Haufen schmeissen, weil ich ganz dreist in der Gegend rumstehende Menschen dazu gebracht habe das Interview zu machen und das dann nicht monatelang hier horten wollte:

Direkt davor im selben Bett durften die Striving Vines ein Liedchen spielen:
Striving Vines

Wie sehr ich mich in der selben Woche in Kale Mattson verliebt habe ich letzte Woche schon geschrieben.

Und vor genau zwei Wochen hatte ich viel Spass mit Kensington, die mir offiziell eine dunkle, depressive Coverversion von Icona Pop’s “I Love It” schulden:

Kensington

Ich zehre auch nach wie vor noch vom Reeperbahn Festival und habe diese Woche endlich die session mit der so, so tollen Mélissa Laveaux online gestellt.

Auf das Interview dürfen sich alle freuen, die mich reden sehen wollen, während ich in einem von Zoe Boekbinder geerbeten Onsie unqualifiziert vor mich hin himmle.

Melissa Laveaux

Und wenn ihr mich schon vorher unqualifiziert winken sehen wollt, könnt ihr das Interview mit dem reizenden Aidan Knight ansehen:

Wer bis hierher durchgehalten hat, bekommt zur Belohnung Mr. Adam Barnes mit Chris Ayer und Matt Simons. Wer angefixt ist sei beruhigt: da kommt so wohl noch ein ungeheuer lustiges Inerview als auch von jedem Künstler einzeln ein Song. YAY!

Dass dieses wundervolle Video erst 419 Aufrufe hat ist ganz doll Sünde! Gehet, streuet, verbreitet und liebt!