Gutmenschtum

Ich arbeite ja seit einigen Jahren daran Gutmensch zu werden.

Das ist nicht ganz einfach, weil auch ich mangelndes Selbstwertgefühl oft durch Herabsetzung anderer auszugleichen versuche.

Das ist nicht ganz einfach, weil ich eine Ironie- und Sarkasmus-Schlampe bin und sich das manchmal ganz schlecht verträgt.

Das ist nicht ganz einfach, weil ich in einem meiner Berufe oft mit sooo viel DUMMHEIT und Respektlosigkeit und Ignoranz konfrontiert werde, dass mein ohnehin nicht besonders langer Geduldsfaden gelegentlich reißt. Und wenn der reißt, dann kann ich schon auch ungemütlich werden.

Ich versuche das dann auszugleichen wo es geht. Veganismus finde ich einen verdammt schlauen Ansatz. Deswegen habe ich mich auf f-buch dieser Tage gefreut, als Björn Lexius dieses Zitat teilte:

“The real struggle in being vegan doesn´t involve food. The hardest part about being vegan is coming face-to-face with the darker side of humanity & trying to remain hopeful. It´s trying to understand why otherwise good & caring people continue to participate in needless violence against animals just for the sake of their own pleasure or convenience.” -Jo Tyler.

Und ich habe mich gefreut, als ich über diesen Beitrag gestolpert bin:

http://jezebel.com/5946643/reddit-users-attempt-to-shame-sikh-woman-get-righteously-schooled

Und ich bemühe mich viel öfter Leuten zu sagen, wenn ich etwas an ihnen toll finde. Oder ihnen zu zeigen, dass ich sie mag. Sollten wir eh alle viel öfter machen. Und in den Arm nehmen. Öfter mal einfach in den Arm nehmen.

2 Gedanken zu “Gutmenschtum

  1. Also für mich besteht die Herausforderung meist eher darin, dass Menschen immer das Gefühl haben sich mir gegenüber dafür rechtfertigen zu müssen, weil sie weiterhin Fleisch essen. Als wäre das mein Problem.

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