Mensch – Maschine update #2

Ich habe gelesen und gehört!

Bei meinem Versuch herauszufinden wer mir die besseren Buchvorschläge macht – Buchhändler_innen und Bekannte oder Algorithmen – bin ich wieder ein paar Bücher voran gekommen. Das letzte update und eine Liste aller Bücher gibt es hier.

Mein absoluter Favorit mit 5 von 5 Sternen vorne weg. Nie im Leben hätte ich das erwartet. Vielleicht mochte ich es deswegen so gerne: Stephen King’s “Joyland” (Mensch-Empfehlung). Ein Buch über Freundschaft und Verlust. Erwachsen werden und loslassen. Und das ganze mit ein paar feinen Weisheiten über das Leben und den Rest. Und dem wunderschönen Zitat: “When it comes to the past, everyone writes fiction.”

Fast genauso toll fand ich Ian McEwan’s “Sweet Tooth“ (Mensch-Empfehlung). Da habe ich mich doch glatt von der Wendung am Schluss überraschen lassen, obwohl ich sie hätte vorhersehen können, wäre ich etwas aufmerksamer gewesen oder hätte ich mich nicht so treiben lassen. Aber manchmal ist es ja auch schön sich die Hand vor den Kopf zu schlagen und laut “klar” zu rufen.

Auch richtig gut gefallen hat mir “The Testament of Gideon Mack“ von James Robertson (Maschine-Empfehlung). Das passt auch schön zum Stephen King Zitat. Wie glaubwürdig sind biografische Erzählungen? Auch hier ein wundervolles Zitat:

‘Film,’ John said. ‘I think we think of our lives as films. Movies. Moving pictures. Sometimes you catch yourself thinking – or you hear someone saying – “Oh, mind when that happened, it was just like that scene in such-and-such.” If your life is like a film it gives it a kind of framework. I think we imagine our lives as movies because that’s the only way left to understand them.’

‘Speak for yourself,’ Gregor laughed. ‘You’re talking mince, John.’

‘Actually I don’t think he is,’ Nancy said. ‘You’re saying films, John, but it could be fiction, it’s the same thing. When I think of all the novels I’ve read, I do wonder if it’s been a sensible use of my time. Why would I fill my head with all those made-up stories if it wasn’t to try and understand my own story? Every month my book group discusses a novel an its characters as if they were real people making real choices. Life is a story. It doesn’t matter whether it’s a book or a film, it’s still a story.’

 

Dann hatte ich noch Patrick Ness “New World – Die Flucht“ (“The Knife of never Lettin Go”  – Chaos Walking Triology). Das hat mich jetzt nicht so umgehauen. Ich fand die Grundidee spannend: wie geht man damit um, wenn man ständig und immer die Gedanken aller im Kopf hören kann. Aber das ganze war mir zu Hunger Games ohne die Brillianz von Hunger Games. Gleich nach dem ich den ersten Teil fertig hatte habe ich mir auf Wikipedia die Zusammenfassung der anderen beiden Teile durchgelesen, weil ich mir sicher war, dass ich sie nicht komplett werde lesen wollen. Und das heißt schon etwas bei mir als bekennende Serienjunkiesse.

Bei Erlend Loe‘s “Doppler” konnte ich mich lange nicht entscheiden wie es finde und dachte, ich muss den zweiten Teil lesen / hören um zu sehen wie es endet. Die Zusammenfassung habe ich noch  nicht gelesen, Falls jemand eine gute findet: her damit. Ich habe jetzt aber beschlossen, dass ich es doof finde, weil es ganz wichtige Fragen wie den Sinn des ständigen Strebens danach Dinge besonders gut zu machen und wertvolle Mitglieder der Gesellschaft zu sein oder wie lange der derzeitige Kapitalismus funktionieren kann kaputt macht, in dem Elend Loe den Erzähler völlig überzieht.

Mit ist schon klar, dass das ganze auch witzig sein sollte, aber dann war es wohl nicht ganz mein Humor.

Auch David Levithan’s “Boy Meets Boy” (Machine-Empfehlung – fehlt auf der Übersichtsliste, weil Goodreads natürlich auch wieder neue Vorschläge macht, wenn man Dinge aus der Liste wegliest) war mit etwas zu bemüht. Ein paar Grundideen waren ganz nett, die Liebesgeschichte war ganz nett. Aber insgesamt halt nur ganz nett. Hat jetzt nicht geschadet, es nebenbei zu hören, wäre aber kein Buch, dass ich verschenken müsste.

Teaser: so gut wie fertig bin ich mit Amelie Nothomb – “Metaphysik der Röhren” und mal wieder Neil Gaiman “The Ocean At The End Of The Lane”.

 

 

 

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