Leaf die Nächste

Hui, am Donnerstag war des wieder so weit! Auszüge des aktuellen Menüs im Leaf fotografieren!

So lecker!!!

Mein absoluter Favorit ist diesmal der Antipastiburger. Fantastisch!!!

Antipasti-Burger, Karotten-Orangen- tartar und Safran-Mayonnaise
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Pfifferling-Pfirsich-Salat mit Ananas-Minze auf rotem Salanova, Zitronen-Kokosblütenzucker-Vinaigrette
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Gratinierte Avocado mit Spinat auf violettem Blumenkohlpatty, Kartoffelpraline und gelber Peperoni-Tomate
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Soja-Röllchen mit Pesto Frankfurter Art und Tapenade, Polenta-Roulade auf Röstpaprika-Sauce, Zuckerschoten
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Crema catalana und Amarettini-Aprikosen
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Gefahreninseln statt Gefahrengebiet?

Fassungslos starre ich seit einer Stunde auf meine facebook (ja ich weiß) timeline, die ich seit Tagen nicht gesehen habe. Da freuen sich Menschen über die Aufhebung des Gefahrengebietes. Was schon mal bedeutet, dass ein größerer Anteil an Menschen, als mir lieb ist, die Hamburger Morgenpost als ernst zu nehmende Informationsquelle betrachtet. Aber auch die, denen bewusst war, dass das Gefahrengebiet einfach etwas verkleinert und in drei Zonen aufgeteilt wurde, freuen sich.
Zum Teil, weil ihre Wohnung und oder ihre Arbeitsstelle nicht mehr darin liegt. Herzlichen Glückwunsch zu dieser tapfer egoistischen Einstellung.
Oder weil sie es als ersten Schritt einer Deeskalation betrachten?

Ich verstehe das nicht. Zeit für Erleichterung ist erst, wenn alle Gefahrengebiete aufgehoben sind und alle rechtlichen Grundlagen zur Einrichtung von Gefahrengebieten abgeschafft sind. Wenn die personellen Konsequenzen sowohl in der Politik als auch innerhalb der Polizei gezogen werden.

Allerdings kann man der Polizei zu ihrer Taktik nur gratulieren. Ihr Plan scheint bei weiten Teilen der Bevölkerung aufzugehen.

Mich würde zudem eine Stellungnahme der mopo interessieren. Hat sie wissentlich zu Gunsten der Polizei eine Fehlinformation gestreut oder ist sie findigen Formulierungen der Polizei auf den Leim gegangen?

 

Ich jedenfalls habe weiter schlaflose Nächte, weil ich mich in dieser Welt der totalen Überwachung gekoppelt mit absoluter Polizeiwillkür nicht mehr sicher fühle. Weil ich mittlerweile bei jeder Polizeisirene ein ungutes Gefühl habe. Weil es nicht sein kann, das zahllose meiner Freundinnen und Freunde sich morgens tatsächlich Gedanken darüber machen, was sie anziehen sollen, um nicht von gepanzerten Polizisten angehalten und durchsucht zu werden.

Auch dass der Begriff Gefahreninsel so schnell aufgegriffen wird fasziniert mich. Das sind keine Inseln. Das sind 3 Gefahrengebiete. Und drei ist für mich immer noch mehr als 1. Ganz abgesehen davon, dass es schon erste Meldungen gibt, die sagen, dass die neuen Grenzen bei einigen Polizist_innen noch nicht angekommen zu sein scheinen.

You say potato, I say potato. You say Gefahreninsel, I say Gefahrengebiet.

1 Tag Gefahrengebiet

Während in der Lerchenstrasse und der Stresemannstrasse Spontandemos stattfinden, bei denen ich schändlicherweise offensichtlich fehle, habe ich mich an einen kleinen Storify Remix mit Tweets vom ersten Tag Gefahrengebiet gemacht. Die Kategorien könnten bestimmt origineller sein. Und ja, es ist unheimlich mühsam sich durch diesen furchtbaren storify Seitenaufbau zu klicken. Aber es lohnt sich bis zum Ende durchzuhalten, auch wenn nicht jeder einzelne Tweet gelesen werden muss.

Wie immer bin ich mit meiner Filterbrille über die Tweets gegangen. Dennoch muss nicht jeder einzelne Tweet meine Meinung widerspiegeln oder wurde von mir als besonders spannend oder informativ eingestuft. Gerade in der Rubrik “Betroffene” kam es mir besonders darauf an Vielfalt zu zeigen und diese anonymen Menge “Menschen im Gefahrengebiet” aufzubrechen um zu zeigen, dass hier wirklich Menschen leben, die sich davon eingeschränkt fühlen oder den (Ausnahme)-Zustand erwähnenswert finden.

HIER: STORIFY !!!!!!

p.s.: was wie immer nervt: tweets, die auf facebook verweisen.

die Unlust am demonstrieren

hat auch bei mir schon lagen eingesetzt. Zu anstrengend, zu viele Menschen, zu laut. Und vor allem: irgendwer ist ja immer da, mit dem man nicht zusammen unter einer Fahne laufen will. Irgendwelche Forderungen oder Parolen, mit denen ich mich nicht identifizieren kann.

Und überhaupt: bringt ja eh nix.

Wenn also selbst ich meinen Hintern hochbekomme und bei fieser Hitze einen Riesenmarsch durch die Innenstadt bei der “Stop Wathching Us” Demo durchstehe: wo waren dann die anderen?

Am Meer, in Lübeck, beim Eisessen?!

Weil wir uns alle nicht mehr aufregen wollen, und schon längst geschlagen gegeben haben?

Auch ich stehe extrem auf der zukunftspessimistischen Seite. Menschen, die der Meinung sind, was sie auf Facebook schreiben sei in irgendeiner Art und Weise privat oder geschützt, schaue ich mit großen, ungläubigen Augen an.

Trotzdem bin ich gestern los gegangen. Weil:

- ich alle unterstützen will, die die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben und für unser Grundrecht auf Privatsphäre kämpfen (so lange sie nicht von der FDP sind und mir einen von keiner “VERDACHTSLOSEN Vorratsdatenspeicherung” erzählen, ich will überhaupt gar keine Vorratsdatenspeicherung, lieber Herr Müller-Sönksen).

- ich noch einen Funken Hoffnung habe, dass die Mädels und Jungs vom CCC und allen ähnlichen Organisationen auf der Welt einen Weg finden, die Überwacher zu überwachen

- ich Whistleblower unterstützen will, weil wir darauf angewiesen sind, dass es noch ein paar Menschen mit Gewissen auf der Welt gibt (oder aus welchen Gründen auch immer sie auspacken)

- die Kinder meiner Freunde nicht in einem komplett totalitären System aufwachsen sollen

Und weil das verdammt gute Gründe sind, war ich schwer frustriert, wie wenig Leute mit mir auf der Straße waren, auch wenn die bundesweite Zahl von 10.000 als großer Erfolg gefeiert wurde. 10.000 von 81,8 Millionen? Ist denen wirklich allen egal, dass ihre Kommunikation überwacht wird?

Besonders freue ich mich immer über die “Ich hab ja nichts zu verbergen”- Leute. Entschuldigung, aber woher willst du wissen, was in 5 Jahren schon als verdächtig gilt (what the heck? HEUTE!)? Vielleicht wirft dich deine Krankenkasse raus, nachdem du mitten in der Nacht ein Glas Nutella bei Amazon bestellt hast, weil sich ungesund verhaltende Versicherte zu teuer werden könnten?

WO ZUM TEUFEL WART IHR?!

Neue Chance: Die Freiheit statt Angst Demo am 7.9. in Berlin!

gefüllt mit Liebe

bin ich noch ganz von diesem wieder so, so, so großartigen Spring Offensive Konzert!

Endlich eine Band, die bei mir die Lücke schließt, die seit Okkervil River dem Rock verfallen sind, nur zeitweise, aber leider nicht dauerhaft, Shearwater füllen konnten.

Von oben bis unten, von vorne bis hinten und bis in die letzte Harmonie toll, toll, toll!

Ein riesengroßes “selbst Schuld” für alle, die nicht da waren. Seid nächstes mal schlauer!

Das habt ihr im Detail verpasst (thanks Matt for sending the setlist!):

setlist Spring Offensive, Hamburg Haus 73

Nachtrag:

und so sehen die Jungs im Bett aus <3 I'm verloved!!! Spring_Offensive_2

Hurriane Dean, die besseren Editors.

Ja, ätzend diese Bandvergleiche. Aber ehrlich, wer das nicht hört, dem sind auch Mogwai in der ersten Reihe zu leise. Ich sage diesen Jungs Großes vorher. Auf dem ersten Album werden mehr Hits sein, als die Editors in ihrer ganzen Karriere geschrieben haben.
Tut mir nur einen gefallen: macht in 5 Jahren kein Queen Album.

p.s.: Ansagen mit Songs über tote Freunde und Bierzeltklatschen gehen nicht so recht zusammen.
Und überhaupt:

BIERZELT-KLATSCHEN

traut eurem Publikum doch mehr zu und regt sie zu Besserem an.

Hier die Setlist des letzten Hamburg Konzerts am 23.1.2013 im Haus III&70 (ja, da war ich ja mal ganz fix…):

Setlist Hurricane Dean Hamburg

Nicht zu vergessen das hübsche in bed with Video.

Lucy Rose – be-zau-bernd

Ich hebe gestern das zweite mal in kurzer Zeit Lucy Rose live gesehen.

Und war wieder vollauf begeistert und amazed wie authentisch und BEZAUBERND diese tiny person ist. Falls mich irgendwer aus Köln oder Frankfurt liest:

geht da hin!!!!

http://www.luxor-koeln.de/fr-08-03-2013-lucy-rose/

http://zoomfrankfurt.com

Ein guter Anlass auch, endlich mal die Fotos der in bed with session hochzuladen:

http://katrinb.com/serieswithartists/inbedwith/Lucy_Rose_2012

Da geht’s auch noch mal zur Session und zum Interview. Beides sehr, sehr sehenswert.

Sagte ich schon bezaubernd?

Ein Date mit Gott

Und dann sag ich zu der Band:

“Ich bin total traurig, dass ich heute Abend nicht zu eurem Konzert kommen kann, aber ich habe ein Date mit Gott”.

Es ist mir auch egal wie albern es ist, einen Lieblingskünstler als Gott zu bezeichnen. Es ist mir auch egal, dass Gott selbst zusammenzuckt, wenn er als Gott bezeichnet wird. Und, ach, Gott ist auch nur ein Wort für die oberste Instanz. Und als die betrachte ich den Künstler, von dem jedes Konzert für mich eine Offenbarung ist. Selbst der MELT! Auftritt vor Jahren, den ich von jedem anderen Künstler als Zumutung empfunden hätte in den Noten vollgedröhnt und Egalität, hinterließ mich mit dem Gefühl, dass ich nach jedem Conor Oberst / Bright Eyes / setzen Sie den Namen beliebiger Conor Oberst Projekte ein / Konzert habe: jetzt wäre ein guter Moment zu sterben.

Aber ich will natürlich nicht sterben, dann würde ich ja das nächste Konzert verpassen. Dann hätte ich Dienstag nicht auf Kampnagel gesessen zur Akustik-Tour, Conor Oberst mit einem Auszug aus dem Gesamtwerk.

Und einer Setlist zum sterben:

setlist_conor_oberst_2013