online – offline und wo ist hier bitte die Grenze?

Ich starte einen online offline Test. So total unwissenschaftlich. Und den ersten Anlauf habe ich auch direkt versaut.

Ich dachte, ich sehe mal, welche Bücher mir dieses Internet basierend auf einer bestimmten Auswahl an Büchern vorschlägt. Von denen wähle ich dann welche aus, die mir tatsächlich interessant erscheinen. Und lese sie.

Und dann gehe ich in einen Buchladen, zeige genau die gleiche Liste und lasse mir von echten Menschen Vorschläge machen. Auch davon wähle ich die aus, die mich ansprechen. Und lese sie.

Und dann wollen wir doch mal sehen, wer mir die besseren Bücher vorschlägt.

Dummerweise habe ich der Buchhändlerin, mit der ich gestartet habe, auch gleich die ausgedruckt Liste mit den Internetvorschlägen gezeigt. Und damit war alles versaut. Das muss ich also noch mal von vorne machen. Ohne zeigen der Vorschläge. Die Vorschläge kommen übrigens von Goodreads. Und ganz ehrlich nervt micht die Seite ja ein bisschen. Ich wollte mir die Vorschläge noch mal neu machen lassen, mit einer erweiterten Auswahl. Man kann bei Goodreads virtuelle Bücherregale anlegen und sich dann anhand einzelner Regale Bücher empfehlen lassen. In der Theorie. In der Praxis habe ich das Regal, das die Basis für den Test liefern soll, jetzt bestimmt zehn mal angeklickt und es taucht bei den Empfehlungen einfach nicht auf.

Dann habe ich ein neues Regal angelegt und die selben Bücher angegeben. Und jetzt bekomme ich nur Vorschläge zum ersten Buch in der Liste. Sehr ärgerlich.

Ich habe auch lange hin und her überlegt, wo denn die Grenzen sind. Was ist denn online und offline? Wenn mir Menschen, die mich nur aus dem Netz kennen Buchvorschläge machen, ist das dann online oder offline. Also klar ist es online. Aber ja doch ein Mensch.

Also werde ich den Unterschied bei Algorithmus und Mensch ziehen. Sollte Goodreads jetzt doch irgendwann mal mit einer voll ausgewerteten Liste auftauchen, sind hier schon mal die Bücher. Ihr dürft nämlich auch vorschlagen. Aber nur anhand dieser Bücher. Das setzt dann voraus, dass ihr mindestens eines davon selbst gelesen habt und denk: wenn ihr das gefallen hat, gefällt ihr auch das.

Ich habe das ganz ordentlich alphabetisch sortiert. Innerhalb dieses erlesenen Kreises, will ich keine Rangliste mehr bestimmen:

Douglas Adams “The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy”

Jay Asher “Thirteen Reasons Why”

Paul Auster “The Brookly Follies”

Stephen Chbosky “The Perks of Being a Wallflower”

Joshua Ferris “The Unnamed”

Jonathan Safran Foer “Extremely Loud and Incredibly Close”

John Green “Looking For Alaska”

John Green “The Fault In Our Stars”

Joey Goebel “The Anomalies”

Tino Hanekamp “So was von da”

Wolfgang Herrndorf “Tschick”

A.M. Homes “This Book Will Save Your Life”

Nick Hornby “A Long Way Down”

Siri Hustvedt ” What I Loved”

Siri Hustvedt “The Sorrows of an American”

Tania Kindersley “Don’t Ask Me Why”

Nicle Krauss “Man Walks Into A Room”

John Ajvide Lindqvist “Let the Right One In”

Armistead Maupin “Tales of the City”

Harry Mulisch “The Discovery Of Heaven”

Nagel “Was kostet die Welt”

Audrey Niffenegger “The Time Traveler’s Wife”

Connie Palmen “I. M. Ischa Meijer. In Margine. In Memoriam”

Dana Reinhardt “A Brief Chapter in My Impossible Life”

Matt Ruff “Fool On The Hill”

Matt Ruff “Set This House On Fire”

Andreas Steinhöfel “Die Mitte der Welt”

Scarlett Thomas “The End Of Mr. Y”

Scarlett Thomas “Our Tragic Universe”

Scarlett Thomas “Going Out”

Jonathan Tropper “How To Talk To a Widower”

Kathrin Weßling “Drüberleben”

Ich werde übrigens auch die aus dem Internet vorgeschlagenen Bücher offline kaufen. So im Laden. Mit echtem Geld. Support your local book dealer!