fairy pfui food

Das fällt zwar klassisch unter selbst Schuld, aber manchmal muss ich mich eben auch über mich selbst ärgern.

Da war ich heute meinen Wocheneinkauf im Veganz machen, kam an der fairy food Theke vorbei und dachte, hmm, der Brownie sieht aber lecker aus, vielleicht nimmst du den nachher mit. Ich nahm. Und dabei weiß ich doch, dass bei fairy food einfach nichts märchenhaft ist – am wenigsten die Preise – und schon gar nichts schmeckt. So einen saharatrockenen Brownie hinzubekommen ist schon eine Kunst! Wobei es in der Sahara wenigstens Oasen gibt. An dem Brownie war einfach mal überhaupt nichts positives zu finden. Also: Finger weg!

Ich war ja von Anfang an skeptisch, als herauskam, dass fairy food im Hamburger Veganz das Bistro bespielen werden. Spätestens bei der Eröffnung, als meine Freundin V. für 5 Euro die abgeranzte Mini-Ecke der Lasagne verkauft wurde, die obendrein öde schmeckte, wurde aus Skeptizismus Sicherheit.

Für meinen Geschmack dauert die Kooperation schon viel zu lange und ich kann nur hoffen, dass sie ganz bald zu Ende geht und eine vernünftige Alternative gefunden wird. Im Moment tut sich in der veganen Hamburger Gastro Szene doch endlich etwas, da muss es auch Menschen geben, die das Veganz Bistro Hamburg an die Qualität des Berliner Bistros anpassen können.
In Berlin bekommen die Bedienungen im Gegensatz zu den Hamburgern übrigens auch den Mund auseinander und wissen wie lächeln geht. In echt und nicht aalglatt.

Wenn ihr dieses Logo seht:
logo

empfehle ich einfach weiter zu gehen.

vegan for fit

hab ich mir dann auch mal gekauft. Ich verzichte auf einen link, wer das Buch finden will befrage die Suchmaschine seines Misstrauens.

Im Laden sagte ich noch: “Das darfst du jetzt aber niemandem weitererzählen, dass ich das gekauft habe.”

Weil so viele so genervt von Herrn Hildmann sind. Weil er in der veganen Szene gerne etwas belächelt wird, weil er von den Medien zum Guru erkoren wird. Weil viele nicht auch noch das zehnte Foto von Attila mit freiem Oberköper sehen wollen. Weil es was mit abnehmen zu tun hat und – abnehmen, da stehen wir doch drüber.

Und warum habe ich es dann gekauft? Weil ich absolut keine Kochphantasie besitze und es im veganen Bereich noch ziemlich wenig ausgeschilderte Rezepte im low carb Bereich gibt. Und weil low carb funktioniert, wenn man trotzdem Genuss am Essen haben kann und vor allem SATT wird. SATT werden ist bei mir nämlich so ein Problem. Vor allem wenn ich viel Sport mache. Es soll Menschen geben, die mich “Fressmaschinchen” nennen (auf die Verniedlichungsform lege ich viel Wert).
Seit ein paar Wochen treffe ich mich nun regelmäßig mit Freund_Innen und wir kochen ganz brav von vorne nach hinten die Hauptgerichte durch (auf saisonalen Zutaten basierende ausgenommen). Und schon beim ersten Rezept habe ich skeptisch auf die Mengenangaben geblickt und verkündet, wir sollten vielleicht lieber das doppelte machen.

Dann kam die Überraschung: ich habe noch nie ein Kochbuch / Rezepte erlebt, bei denen ich von der angedachten Menge satt werde. Nicht nur satt, ich bin auch befriedigt. Weil die Sachen einfach fantastisch lecker sind. Unser running gag ist Mandelmus. Wir haben glaube ich zwei Rezepte ausmachen können, in denen kein Mandelmus oder ein anderes Nussmus vorkommt. Womit wir auch schon beim größten Problem sind: günstig ist das alles nicht. Aber wert ist es das.

Allen, die von Attila genervt sind oder meinen, die Vermarktungsmaschine sei da etwas zu heiß gelaufen kann ich jetzt voll Überzeugung entgegentreten und sagen: na und! Ich habe schon die ganze Zeit den Standpunkt vertreten, dass es mir völlig egal ist, über welche Schiene Menschen zum Umdenken ihrer Ernährungsgewohnheiten gebracht werden. Und wenn vielleicht ein paar Testosteronbolzen die sonst nur Fleisch, Fleisch, Fleisch schreien über Attila auf die Idee kommen, dass Muskelaufbau und Sportlichkeit auch ohne tierisches Eiweiß, tierisches Eiweiß, tierisches Eiweiß geht – bitte! Her damit! Und jetzt kann ich auch noch sagen, dass es nicht nur heiße Luft ist, sondern ein schönes Konzept und tolle Rezepte dahinter stehen.

Sehr, sehr hübsch ist das ganze auch. Die Fotos von Simon Vollmeyer und Sandra Czerny sind unheimlich gut. Deswegen habe ich auch von Anfang an darauf verzichtet selbst Fotos von unseren Ergebnissen zu machen und zu posten.

Ausnahme die Cinnamon bliss Kiss Pralinen. Vorsicht: Suchtgefahr!

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Und jetzt freue ich mich auf heute Abend, wenn das nächste Rezept getestet wird!

neues veganes Café Liberty

In Hamburg hat heute das rein vegane Eis /- Café Liberty am Fischmarkt aufgemacht. Das musste ich natürlich sofort testen. Ausführlich.

Gestartet habe ich mit dem American Sandwich mit Tofu, das schlappe 2.20 gekostet hat und superlecker war.

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Kosten durfte ich von dem RAW Schokokuchen. Toll!!!

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Und ich hatte den Käsekuchen. Ein Traum!!!!! Traum!!!!

(…vor Begeisterung vergessen ein Foto zu machen…)

Und es gab Waldmeister-Eis. WALDMEISTER! Geilgeilgeilgeilgeil!

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(Gut, wer sich über die Farbe wundert: das ist Haselnuss, soll aber auch sehr lecker gewesen sein!)

Es tut sich was in Hamburg. Bitte weiter so. Ich wäre ja auch für einen veganen Lieferservice. Na, wer will?

fürs Leaf fotografiert

hab ich mal wieder und mich dabei durch die neue Karte getestet.

Die Fotos zeige ich hier jetzt noch nicht, nach denen sollte ihr die Tage auf der facebookseite suchen.

Vielleicht reiche ich sie später der Vollständigkeit halber nach. [24.6.2013: done]

Aber wie toll die Sachen schmeckten, verrate ich gerne!

Die “Geeiste Tomatensuppe mit Basilikum-Sorbet” hätte ich mir zugegeben nie bestellt, weil Suppe: warm und Winter und wohlfühlen. Aber: Hammer! Ich bin ja eh Basilikum Junkee, hatte aber keine Vorstellung wie das wohl sein sollte. Fantastisch ist das. Perfekt für den nun ja vielleicht doch noch kommenden Sommer.

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Gleich zwei Spargel Gerichte gibt es in dieser Karte:

Seitan-Filets auf gedämpftem weißen Spargel mit Papaya und Zitronencreme im Teignest: da weiß ich gar nicht wo ich mit dem schwärmen anfangen soll. Der Seitan ist superb, die Basis ist Ente habe ich mir erzählen lassen. Das Teignest sieht sieht aus wie zu einem Korb geflochtene Bandnudeln und die Zitronencreme dazu / darin ist ein Traum.

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Auch zum zweiten Spargelgericht “Frühlingsrolle von Erbsen-Minz-Couscous auf gebratenem grünen Spargel mit Whisky-Espresso-Medallions und Mango-Cashewnuss-Relish” gibt es Seitan in Form der Medallions. Schon allein die Idee!

Leider hatte ich das als letztes und konnte beim besten Willen nichts mehr essen / schmecken, geniessen. Aus verlässlicher Quelle, die das schon hatte, verlautet es: fantastisch.

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Nicht als Model, aber beim ersten privaten Test der neuen Karte hatte ich die “Spinat-Auberginen-Törtchen aus Seidentofu, Zucchini und Tomaten mit Knoblauch-Malheur im Kartoffelmantel an grüner Pfeffer-Rotweinsoße” und das wird glaube ich auch mein Favorit dieser Karte bleiben. Das Gemüse ist wie der Name sagt zu einem Törtchen gestapelt angerichtet und so, so lecker und das Knoblauch Malheur sieht aus wie Donuts und schmeckt kartoffelbreieiig fantastisch gut.

Zu der “Austernpilz-Piccata auf Millefeuille von grünem Meerrettich-Apfel mit Arancini und Paprika-Sauce” kann ich nicht viel sagen, weil ich Meerrettich nicht mag. Aber ich vermute, wenn man Meerrettich mag ist es ebenso genial, wie alle anderen Gerichte.

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Wie immer eine Karte, die sich niemand entgehen lassen sollte!

Oreo-Eis

Seit Wochen erzähle ich, dass ich was die Eisbande vormacht zu Hause nachmachen will und heute, tata, als Form der Sommerbeschwörung, habe ich den ersten Versuch gestartet!

Ich habe so ne olle Softeis-Maschine und hab das direkt erst mal wieder in den Gefrierschrank gepackt. Aber die Testreste lassen mich behaupten: Experiment gelungen!

Und hier ist was ich nahm und tat:

Zutaten:

300ml Soyatoo (oder sonst eine Soja-Sahne. Geht bestimmt auch mit den entsprechenden Reis- oder Kokos-sahnen
3 EL Kakao
8 Oreo Kekse
100ml Vanille-Soja-Milch (auch hier geht bestimmt, wenn man kein Soja mag Reismilch oder Hafermilch und dafür ein Päcken Vanillezucker oder Aroma oder so was dazu, habt Fantasie)

Die Sojasahne mit dem Kakao aufschlagen.

Kekse klein bröseln und mit der Milch unterrühren.

Ab in die Eismaschine und dann machen was die Eismaschine von dir will.

Oder so in den Gefrierschrank und die ersten 4 Stunden alle halbe bis Stunde ordentlich durchrühren.

Gut kommt bestimmt auch noch mal ein zwei Oeros grob zerhacken und dann rein rühren.

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